Diagnostik

Die körperliche Untersuchung ist eine unverzichtbare Grundlage der Diagnostik. Für die Diagnosestellung dient nicht nur ein geschulter Blick, gezielte Fragen und genaue Untersuchung des Patienten sondern auch der Einsatz von Geräten.

Folgende Geräte werden hierzu eingesetzt:

blutdruckmannschetteBlutdruckmanschette:
Die Blutdruckmessung wird mit einem mechanischen Gerät am Oberarm durchgeführt. An einer Blutdruckmanschette befinden sich ein Druckmesser und ein Gummiball. Die Blutdruckmanschette wird am Oberarm des Patienten angelegt und über den Gumminball aufgepumpt. Beim Entlassen der Luft aus der Manschette treten Verwirbelungsgeräusche in der zuvor abgedrückten Arterie auf. Diese Geräusche entstehen durch das Blut das an die Arterienwände schlägt. Diese sind durch ein Stethoskop sehr gut zu hören und lassen den systolischen und diastolischen Druckwert ermitteln.

accucheck aviva_meterBlutzuckermeßgerät:
Ein Blutzuckermessgerät ist ein elektronisches Gerät zur Bestimmung des Glucosegehaltes im Blut. Um diesen zu bestimmen, wir ein kleiner Tropfen Blut von dem Gerät untersucht. Ein Tropfen Blut wird auf einen Teststreifen gebracht und wird dann durch Kapillare zu einem Testfeld eingesogen. In dem Gerät schließt er nun den Kontakt zwischen den verschiedenen elektrischen Leitungen. Das Messgerät legt an diese Kontakte eine definierte elektrische Spannung und misst dann die jeweilige Stromstärke die durch das Blut geleitet wird. Aus diesem Verlauf bestimmt es nun den Blutzuckerwert.

DRK (7)Pulsoximeter:
Ein Pulsoxymeter misst die arteriellen Sauerstoffsättigung (SpO2) im Blut. Die Messung erfolgt durch einen Sättigungsaufnehmer (Klipp,) der am Ohrläppchen, am Finger oder am Zeh aufgesteckt wird. In diesem Klipp befinden sich auf der einen Seite zwei Lichquellen (Infrarot) und auf der anderen Seite ein Fotosensor. Durch die unterschiedliche Färbung des mit Sauerstoff gesättigten Blutes entsteht auch eine unterschiedliche Absorption, die von dem Fotosensor gemessen wird. Zusätzlich wird der Puls in den kleinen Blutgefäßen erfasst. Jedoch können bei lackierten oder künstlichen Fingernägeln, bei schlechter Durchblutung der Finger Messfehler auftreten. Ebenfalss sind die Messwerte des Pulsoxymeters bei einer lebensgefährlichen Kohlen(stoff)monoxidvergiftung nicht relevant, sie wird von dem Gerät nicht als solche erkannt. Der Grund: Kohlen(stoff)monoxid CO bindet sich 300fach stärker an den roten Blutfarbstoff als Sauerstoff, der dadurch verdrängt wird. Das Pulsoxymeter gibt den die volle Sättigung des Blutes an, jedoch kann es nicht feststellen womit es gesättigt ist. Es gibt jedoch die möglichkeit die CO-Sättigung durch spezielle Geräte zu messen.

pupillenlampePupillenlampe:
Auch Diagnostikleuchte genannt.
Mit dieser werden die Reaktionen der Pupille auf den Einfall eines Lichtreflexes kontrolliert. Bei einem gesunden Menschen verengen sich die Pupillen bei Lichteinfall. Sobald die Lichtquelle wieder weggenommen wird, weiten sich auch die Pupillen. Enge, weite oder unterschiedlich große Pupillen die kaum bis gar nicht reagieren sind meist Hinweis auf neurologische Erkrankungen oder Vergiftungen. Es gilt abzuklären ob dieses neu aufgetreten oder von früheren Erkrankungen stammten. Außerdem besteht die Möglichkeit das die Pupillen aufgrund einer Augenerkrankung nicht entsprechend reagieren. Bei einem Patienten können mit der Leuchte direkter und indirekter Lichtreflex untersucht werden. Bei dem ersten zieht sich die Pupille bei einem Lichtreflex – direkt ins Auge – zusammen. Bei dem zweiten zieht sich die Pupille zusammen wenn der Lichtreflex auf das jeweils andere Auge gegeben wird.

reflexhammerReflexhammer:
Auch Perkussionshammer genannt.
Mit ihm werden Reflexe überprüft. Schlägt man mit dem Hammer leicht auf das Knie oder den Ellenbogen des Patienten wird dieser Reiz durch Muskel- und Nervenfasern weitergeleitet und eine dem Reiz entsprechende Reaktion ausgelöst – das Bein bewegt sich unwillkürlich -. Desweiteren kann mit ihm der Klopfschall deutlicher gemacht werden. Eingeschränkte oder keine Reaktionen lassen auf Verletzungen ocer Erkrankungen schließen.

 

sk-stethoskopStethoskop:
Das Stethoskop ist ein Diagnosewerkzeug mit dem die Schallphänomene des Körpers beurteilt werden. Es werden Töne und Geräusche beurteilt, die durch die Tätigkeiten von Herz, Lunge, des Darms oder der Gefäße (beim Blutdruckmessen) entstehen. Es besteht aus drei Grundelementen: Ohrbügel, Schaluch und Schalltrichter  Bruststück) Im Bruststück des Stethoskops befindet sich eine Membran, diese wird durch Geräusche in Vibration versetzt. Diese Vibration wird durch die Luftsäule in den Stethoskopschläuchen über den Ohrbügel direkt an das Trommelfell der Untersuchenden geleitet.